Internationaler Schiffsführerausweis – was steckt dahinter?

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Sie sind im Besitz eines schweizerischen Schiffsführerausweis für Binnengewässer oder des Hochseeausweises und beabsichtigen eine Schiffstour durch fremdländische Gewässer? Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Ausstellung eines internationalen Schiffsführerausweises achten sollten!

Zunächst möchten wir einen weit verbreiteten Irrglauben aus der Welt schaffen: der internationale Bootsführerschein ist kein eigenmächtiges Dokument, sondern lediglich eine Übersetzung bez. ein Zusatz zum schweizerischen Schiffsführerausweises. Durch dieses Dokument sind Sie berechtigt ausländische Binnengewässer, Küstengewässer und auch Hochseegewässer zu befahren.

Unterlagen zur Beantragung eines internationalen Bootsführerscheins

Damit das zuständige Schiffsfahrtamt Ihnen einen internationalen Schiffsführerausweis, das International Certificate of Competence for Operators of Pleasure Craft (ICC) aushändigen kann, müssen Sie zunächst über einen nationalen Bootsführerschein verfügen. Dies sind z.B. der Motorbootführerausweis der Kat. A, der Segelführerausweis der Kat. D oder der Hochseeausweis.

Folgende Unterlagen sollten Sie für die Ausstellung des internationalen Bootsausweises beim Schifffahrtsamt Ihres Wohnkantons einreichen:

  • Kopie des Schiffsführerausweises Motorboot Kat. A und/oder Segelschiff Kat. D
  • Kopie des Hochseeausweises (wenn vorhanden)
  • Ein aktuelles Passfoto

Wichtig: Der ausgestellte internationale Schiffsausweis ist nur in Verbindung mit einem Schweizer Bootsführerausweis gültig. Sollten Sie diesen verlieren oder nicht vorlegen können, erlischt die Legitimität des Dokuments. Außerdem verliert der internationale Bootsausweis nach maximal zehn Jahren automatisch seine Gültigkeit.

Urlaub im Ausland – Was Sie beachten sollten

Vor einer Schiffsreise in internationale Gewässer sollten Sie sich mit den im jeweiligen Land geltenden Gesetzen vertraut machen. Aufgrund der Regelungen im ECE-Resolution Nr. 40 erkennen Länder, die diesen Vertrag unterzeichnet haben, das internationale Dokument an. Die Übersetzung des Schweizer Bootsausweises wird „International Certificate of Operator of Pleasure Craft, ICC“ genannt und befähigt Sie zum Führen sogenannter „Vergnügungsschiffe“. Welche Länder das Abkommen unterzeichnet haben, können Sie unter folgendem Link nachlesen: http://www.unece.org/trans/main/sc3/icc_resolution_40.html.

In Ländern, die nicht aufgeführt sind, gelten gesonderte Verordnungen, über welche Sie sich im jeweiligen Konsulat in der Schweiz informieren können.

Fazit: Vor dem Antritt einer Reise in fremdländische Gewässer empfehlen wir generell eine Absprache mit der zuständigen ausländischen Behörde, bei der entsprechenden Botschaft oder dem Konsulat. Die Institutionen stehen Ihnen beratend zur Seite und können Ihre offenen Fragen fachkundig beantworten.


Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren: 

Niels Frederiksen

Niels Frederiksen
Geschäftsführer 

niels.frederiksen@boatdriver.ch
+41 33 508 76 91

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